Symposium 2013 - Spirituelle Werte in der Hospizarbeit

13. Benefiz-Symposium der Domicilium Akademie im Domicilium Weyarn am 13.7.2013

Die Domicilium Akademie des Vereins „Stiftung Domicilium e.V.“ in Weyarn unter seinem Rektor, Prof. Michael von Brück, veranstaltete am 13.7. ein eintägiges Symposium von 9 – 17 Uhr unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister, Michael Pelzer. Themen aus dem Spektrum von Seelsorge und Spiritualität wurden angesichts von Krankheit, Sterben, Tod mit der Hospizarbeit in Verbindung gebracht und mit den Teilnehmern diskutiert. Diesen Fragen sind wir mit folgenden Referenten und Themen nachgegangen:

Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler, ev. Theologe an der LMU München, Autor, Zenlehrer
Thema: „Spiritualität am Ende des Lebens“

Hospizarbeit verlangt den Umgang vor allem mit zwei Themen: Hingabe und Tod. Was motiviert zur Hingabe eigener Energie, Ressourcen und Zeit für andere Menschen? Wie kann das Erleben des Sterbens von anderen Menschen den Umgang mit dem eigenen Tod so prägen, dass die Aufmerksamkeit auf das Thema zur Einübung in eigene Lebenspraxis wird? Es geht um die spirituelle Dimension der Ethik, um die Begründung sozialen Engagements aus der Erfahrung mit dem eigenen Bewusstsein.

Katharina Rizzi, medizinisch-pflegerische Palliativfachkraft, Leitung Hospizdienst DaSein, München, Praxis der Achtsamkeit seit über 25 Jahren
Thema: „Achtsamkeit in schweren Zeiten“

Als Weg innerer Sammlung und Vertiefung spielt die Achtsamkeitspraxis eine zentrale Rolle in vielen spirituellen Weisheitstraditionen. Sie findet heute zunehmend Resonanz im täglichen Leben. Sich selbst und anderen mit Achtsamkeit zu begegnen, öffnet einen Raum für eine umfassende Zuwendung die heilsam und versöhnlich wirkt – hilfreich gerade in schweren Lebensphasen.

Dr. Guido Pfeiffer, Ärztlicher Leiter Kreisklinik Bad Aibling, Facharzt für Anästhesie, Schmerztherapie und Pallitiativmedizin. Leitung des palliativmedizinischen Dienstes an der Kreisklinik Bad Aibling.

Brigitte Wagner: MTA, Krankenhauseelsorge, Ausbildung in basaler Stimulation, freiberufliche Tätigkeit im palliativmedizinischen Dienst der Kreisklinik Bad Aibling
Thema: „Spiritualität in der somatischen Medizin-Geht das überhaupt?“

Der Begriff Spiritualität kommt ursprünglich aus der christlichen Religion und wird mittlerweile von verschiedensten Weltanschauungen in Anspruch genommen. Neben dieser Diversifizierung des Begriffs gibt es aber vor allem in der Arbeit mit Palliativpatienten die individuelle Deutung der Menschen. Wo stehe ich da als Therapeut und wo steht der Patient? Was können wir Patienten und Angehörigen an spirituellen Ritualen in der Klinik anbieten?

Eingerahmt wurde der Tag durch musikalische Einlagen der
Harfinistin Beatrixe Thaler.

Vielen Dank allen Teilnehmern, Dozenten, Helfern, Förderern und Sponsoren für diesen erfüllenden Tag.