Symposium: Interreligiöse Vielfalt in der Palliativ- und Hospizarbeit

Entwicklung einer kultursensiblen Haltung in der
Palliativ-Spirituellen Begleitung

Die Umgangsweise anderer Kulturen mit dem Mysterium Tod und deren Rituale zu erfahren kann eine neue, offene und tolerante Kultur des Miteinanders entstehen lassen. Einen Raum des Nicht-Wissens, der Offenheit zu betreten, ermöglicht eine Sensibilisierung für Vielfalt und kulturell unterschiedliche Bedürfnisse.

Es erwartete uns ein vielfältiger interreligiöser Dialog, beginnend mit dem Rektor der Akademie, dem Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück und Pater Stefan Havlik aus der katholischen Gemeinde Weyarn am Samstagvormittag. Pfarrerin Dr. Juliane Fischer ergänzte die christliche Tradition aus evangelischer Sicht. Nachmittags erfuhren wir von der Religionspädagogin Gönül Yerli, wie der Islam mit dem Thema Leben und Sterben umgeht. Danach stellten Dr. Thomas Barth und Madeleine Geiger buddhistische und Prof. Dr. Michael von Brück hinduistische Sichtweisen zu "Alter, Krankheit und Sterben" vor.

Sonntagvormittag sprach Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl über die Bedeutung von Religiosität im Klinikalltag und Ingo Taleb-Rashid führte uns in den Sufismus ein. Dann gab uns der Rabbiner Steven Langnas einen Einblick in den Umgang mit Krankheit, Leben und Sterben in der jüdischen Weltanschauung.

Am Sonntagnachmittag entdeckten wir unter der Moderation von Prof. Dr. Michael von Brück im Podiumsgespräch von 13.30 – 15 Uhr die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten im Umgang mit Leben und Sterben mit Pater Stefan Havlik, Gönül Yerli, Rabbiner Steven Langnas, Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl und Dr. Thomas Barth.

Die anschließende gemeinsame „Interreligiöse Feier des Lebens und Sterbens“ von 15.15 – 16.45 Uhr wurde zusätzlich durch die evangelische Pfarrerin Dr. Juliane Fischer und den irakischen Sufi-Sheikh Ingo Taleb-Rashid ergänzt und bot einen würdigen Rahmen, um Rituale das Lebens und Sterbens aus einer interkulturellen Perspektive zu erfahren.