2015 Symposium "Hätten wir das früher gewusst..." - Die unbekannte Welt der Demenz

24.04.2015. Dieses Symposium sollte dazu dienen Tabus zu brechen, Bewusstsein für das Anderssein von Demenz Betroffener zu fördern, Sympathie und Neugier für die verschlossene Welt der Demenz zu wecken und einen neuen Umgang mit Betroffenen zu entwickeln. Gleichermaßen sollte dieser Tag den 140 Teilnehmern zu Selbsthilfegruppen, Stammtischen usw. ermutigen. Auch die Jugend haben wir mit einbezogen um so das Verständnis für das wachsende soziale Problem der Demenz bei jungen Menschen zu fördern.

Programm

  • Begrüßung durch Bogdan und Sebastian Snela
  • Grußworte des Schirmherrn, Landrat Wolfgang Rzehak
  • Vorlesung aus dem Buch von Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“ - gelesen von Theresia Benda
  • Vortrag „Grundlagen der Demenz - Verlauf - neue Therapieansätze“
    Frau Mia Schunk, 1. Vorsitzende Bayrische Alzheimergesellschaft

Kurzvorträge

  • Demenz aus der Sicht eines Hausarztes
    Herr Stefan Heberger, Allgemeinmediziner und Hausarzt
  • Demenz als Anstoß: Kann Politik vom Anderssein lernen?
    Herr Michael Pelzer, Politiker und Jurist
  • "…und wenn es die eigene Mutter ist"
    Frau Betty Mehrer, Seniorenbeauftragte Gemeinde Weyarn, evangelische Kirchenvorsteherin und Kreisrätin
  • Begleitung Demenzkranker Menschen im Alltag
    Herr Ulrich Brenner, Vorsitzender Orient Express e. V.
  • Geschäftsfähigkeit, Betreuung, Vorsorgevollmacht
    Herr Dr. Hans Schmidt-Sibeth, Jurist
  • Das Pflegestärkungsgesetz. Was bringt es für Menschen mit Demenz?
    Herr Johannes Bischof, Landesfachreferent für Altenhilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Arbeitsgruppen

  • Umgang mit Demenz, Frau Mia Schunk
  • Was sollten Angehörige aus medizinischer Sicht über Demenz wissen?
    Herr Stephan Heberger
  • Was kann die Politik heute für eine humane Gesellschaft von morgen tun?
    Herr Michael Pelzer
  • Betreuung – juristische Schritte und Begleitung, Herr Dr. Hans Schmidt-Sibeth
  • Begleitung ja – aber wie? Anregungen zum Miteinander, Herr Ulrich Brenner
  • Es ist normal, verschieden zu sein. Welchen Beitrag können Pflegeprofis zum Verständnis von Demenz in der Gesellschaft leisten
    Herr Johannes Bischof
  • Umgang mit Demenz in der eigenen Familie, Frau Betty Mehrer

Anschließend an die Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse unter der Moderation von Frau Mia Schunk in einer Podiumsdiskussion reflektiert.

Die Veranstaltung wurde begleitet durch den Musiktherapeuten Rafael Alcántara, der kurz zur Wirkung der Musik auf Menschen mit Demenz referierte und einen musikalischen Rahmen durch Spielen und Einspielen von alten deutschen Volksliedern und deren gemeinsames Singen schaffte.

Weiterhin gab es eine kleine Ausstellung mit Bildern von Menschen mit Demenz, die im Domicilium leben und lebten.

Teilnehmerkreis:

  • Mitarbeiter der Sozialdienste, Pflegedienste, Nachbarschaftshilfen, Helferkreise, Hospizvereine, der Caritas und der Diakonie
  • Politiker und Seniorenbeauftragte aus dem Landkreis
  • Betroffene Familienmitglieder und Jugendliche
  • Ehrenamtlich Engagierte, kirchliche Mitarbeiter
  • Mitarbeiter der Altenheime aus dem Landkreis und des Krankenhauses