Schweigekurse - Richard Stiegler

Richard Stiegler

Richard Stiegler, Heilpraktiker, Psychotherapie. Ausbildungen in Methoden der Humanistischen und Transpersonalen Psychologie und langjährige Meditationspraxis (Vipassana). Seit 1988 in eigener Praxis Begleitung von Menschen in ihrer persönlichen und spirituellen Entfaltung. Als Kursleiter für Transpersonale Prozessarbeit und Meditationsgruppen tätig. Seit 2001 Leitung von Ausbildungen in „Transpersonaler Prozessarbeit“ und Gründung einer eigenen Schule der transpersonalen Psychologie www.seeleundsein.com. Buchautor.

Schweigekurse

Tage der Stille: Die Prozessorientierte Meditation - Schweigeretreat

Meditation und Schweigen sind die klassischen Elemente, um mit unserer innersten Natur, der STILLE, in Kontakt zu kommen. Die Praxis des offenen Gewahrseins im Sitzen, Gehen und Liegen eröffnet uns Räume, in denen wir mit der Gegenwart in Einklang kommen und STILLE verwirklichen können.

In Tagen des Rückzugs und des Schweigens werden aber auch seelische Prozesse, die in uns schlummern, angestoßen und tauchen an die Oberfläche. Wenn wir seelische Vorgänge nicht nur als hinderlich für unsere Meditation betrachten, sondern sie als natürlichen und schöpferischen Entfaltungsprozess unserer Seele anerkennen, benötigen wir dafür eine unterstützende Praxis, die die klassische Meditation sinnvoll ergänzen kann: die Praxis des Inneren Erforschens. Während die Grundhaltung der stillen Meditation ein reines „Zeuge sein“ ist, tauchen wir beim Inneren Erforschen in die Seelenbewegungen ein. Diese Methode kann uns darin unterstützen, die aktuelle Seelenbewegung zu integrieren. Sie kann aber auch als ein kraftvoller Zugang genutzt werden, um verschiedene Dimensionen von Stille zu erfahren. Denn in allen Seelenbewegungen verbirgt sich zuinnerst eine essentielle Dimension, die wir mit dieser Praxis entdecken können.

Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich im Laufe der Jahre eine eigenständige Retreatform entwickelt: Die Prozessorientierte Meditation.

Die Grundelemente:

  • Das Lauschen in die Stille: Die Meditation des offenen Gewahrseins im Sitzen, Gehen und Liegen
  • Das Lauschen auf den Seelenfluss: Die Praxis des Inneren Erforschens
  • Kurze Vorträge und die Möglichkeit zu Einzelgesprächen
  • Das Schweigen, das uns die ganze Zeit begleitet

Stille und Angenommensein

Eine grundlegende Erfahrung in der Meditation des offenen Gewahrseins ist, dass wir vollständig angenommen sind. Offenes Gewahrsein nimmt alles an. Es ist wie der grenzenlose Himmel: weit, aufnehmend und doch unberührt und still. Stille ist dabei kein Gefühl und kein Zustand, sondern Ausdruck unserer tiefsten Natur, die jenseits aller guten und schlechten Erfahrungen in der zeitlosen Gegenwart erfahren wird. Wenn wir diese grundlegende Stille erkennen und darin eintauchen, entwickelt sich ganz natürlich eine offene, freundliche und warme Haltung uns selbst und dem Leben gegenüber.

Stille und das Nicht-Wissen

„Schritt für Schritt ins Unbekannte gehen…“ Claude Anshin Thomas

Meditation ist der Weg des Gegenwärtigseins. Je unmittelbarer wir in die Gegenwart eintauchen, desto mehr erkennen wir, dass es keine Gewissheit gibt und all unser Wissen und unsere Vorstellungen zu kurz greifen. Gleichzeitig entdecken wir mehr und mehr einen Raum der Stille, aus dem die schöpferische Kraft des Lebens sich von Moment zu Moment neu erschafft. So verschiebt sich mit der Zeit das Zentrum unseres Lebens: von der Vorstellung zu wissen und der damit verbundenen scheinbaren Selbstverständlichkeit unseres Daseins zu einem Raum des Staunens und der Dankbarkeit.

Stille und der Raum jenseits von Ich

Der Glaube an ein persönliches, abgetrenntes ICH ist die Basis menschlichen Leidens. Wenn es ein ICH gibt, muss es verteidigt und vergrößert werden. Alle Arten von Vorlieben und damit verbundene Anstrengungen resultieren daraus. Einsamkeit, Selbstsucht, Habgier, Konflikte, Gewalt und Eifersucht wurzeln alle in der Illusion eines ICH. Daher gilt die Verwirklichung der Ichlosigkeit als die zentrale Erkenntnis des spirituellen Weges.Wir werden die Bedeutung des ICH-Glaubens aufzeigen und Wege vermitteln, wie wir durch unmittelbares, gegenwärtiges Untersuchen diesen Glauben erschüttern können. Der Kurs findet im Schweigen statt.