Hospizarbeit

Im Mai 1999 kam ein Krebskranker zu einer Meditationswoche ins Domicilium und bat zugleich darum, hier wohnen und sterben zu dürfen. Diese neue Erfahrung haben wir angenommen und wurden reichlich beschenkt. Wir meditierten mit ihm, sprachen über Leben und Tod und pflegten ihn gemeinsam. Er ging ins Licht im Haus Domicilium am 13.10.1999 und liegt auf dem Weyarner Friedhof begraben. Ihm folgten weitere Hospizgäste.

Wir verdanken ihnen die neue Erkenntnis, dass Sterben in einer Lebensgemeinschaft anstatt in der technisierten Krankenhauswelt nicht nur für den Sterbenden, sondern auch für alle an seinem Leben und Sterben Beteiligte eine lebenswichtige spirituelle Erfahrung ist.

Die Domicilium-Gemeinschaft hat sich durch die Hospizarbeit für eine Lebensgemeinschaft mit leidenden, sterbenden Menschen geöffnet und wird bereichert durch: die gemeinschaftliche Pflege der Kranken, spirituelle Begleitung der Sterbenden, meditativer Erfahrung vom Leben und Tod, Palliativ-Spirituelle Fortbildung für Hospizhelfer, Ärzte und alle Interessierten sowie Symposien zur wissenschaftlichen Fundierung und Popularisierung der Palliativ-Spirituellen Hospizidee.